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Buteyko-Atmung

Sauerstoff ist gesund!

 

Das haben wir schon oft gehört und davon wollen wir gerne so viel wie möglich aufnehmen

 

Je intensiver wir atmen, desto mehr Kohlendioxid atmen wir ab. Kohlendioxid ist zwar giftig, doch wir benötigen den Stoff für körpereigene Stoffwechselvorgänge. Wenn zu wenig davon vorhanden ist, können einige unserer Körpersysteme durcheinander geraten. Somit kann der Boden für die Entstehung von Krankheiten bereitet werden.

 

Der russische Arzt Buteyko beobachtete diese Veränderungen an Kranken und suchte nach einer Methode den Atem wieder zu normalisieren und Genesung herbei zu führen.
Buteyko ging sogar davon aus, dass sich der Körper gegen das vermehrte Abatmen von Kohlendioxid wehrt. Bei Asthmatikern durch das Zusammenziehen des Bronchialsystems, dabei jedoch mit seiner Reaktion über das Ziel hinausschießt. Auch chronisch verstopfte Nasen beurteilte Buteyko als Abwehrmechanismus des Körpers gegen zu hohen Kohlendioxidverlust.

 

Nach Buteyko atmen die meisten Menschen zu viel, weil sie vielfältigen Stressfaktoren ausgesetzt sind. Es entwickeln sich häufig dauerhafte Atemveränderungen, die meist völlig unbewusst bleiben.

 

Menschen mit Atemproblemen (Asthma, chronischer Schnupfen usw.)  wenden die Buteyko-Methode besonders gerne an. Hier kann die Methode eine direkte Wirkung zeigen und z.B. die verstopfte Nase befreien. Auch Betroffene mit anderen Beschwerden können von dieser Selbsthilfe- Methode profitieren. Ebenso eignet sich die Atemtechnik zur Gesundheitsvorsorge und fördert die Entspannung und den achtsamen Umgang mit sich selber. 

 

Übt man über einen längeren Zeitraum regelmäßig, wird die Atmung optimiert, so dass Beschwerden seltener auftreten und oft sogar der Medikamentenverbrauch auf Anweisung des Arztes verringert wird. Eingesetzt wird diese Atemtechnik u.a. bei chronischen Erkrankungen der Atemwege wie

 

  • Asthma
  • Rhinitis (chronischer Schnupfen)
  • Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

 

 Durch die verbesserte Atmung gehen oft auch andere Beschwerden zurück:

 

  • Allergien
  • Schlafapnoe
  • Migräne
  • Bluthochdruck
  • erhöhter Infektanfälligkeit
  • chronischer Müdigkeit
  • Panikattacken
    u.v.m. 

 

Wenn Sie motiviert sind, sich selbst zu beobachten und zu üben, können Sie sehr von dieser Selbsthilfe-Methode profitieren.

 

 

 

Einige Wirkungen im Körper

 

Kohlendioxid benötigen wir z. B. für die Bindungsfestigkeit des Sauerstoffs an die roten Blutkörperchen. Bei Kohlendioxidmangel wird der Sauerstoff zu fest ans Blut gebunden. Er wird zwar überall hin transportiert, kann wegen der festen Bindung nicht in den Zellen abgegeben werden. Dieser Vorgang ist in der Medizin als "Bohr- Effekt" bekannt.

 

In den Muskeln führt dieser Vorgang zur Umschaltung vom aeroben zum anaeroben Stoffwechsel. Sportler wissen, dass es nicht nur gesünder ist im Bereich des aeroben Stoffwechsels zu trainieren, sondern auch zu besserer Leistung führt. 

 

Die Buteyko-Methode ist in vielen Ländern (z.B. Russland, Australien, Neuseeland, England) offiziell anerkannt.

 

Dr. Buteyko

Der russische Arzt Dr. Dr. Konstantin Buteyko stellte an kranken Menschen den Zusammenhang zwischen ihrem Gesundheitszustand und der zu hohen Intensität ihrer Atmung fest. Seine Entdeckung führte dazu, dass er versuchte kranken Menschen mit Hilfe einer Technik zur Optimierung des Atems zu verhelfen. Buteyko erstrebte somit eine Verbesserung ihres Gesundheitszustandes.

Seinen eigenen Bluthochdruck konnte Buteyko mit dieser Atemtechnik normalisieren.

Buteyko lebte und wirkte bis 2003. Er wurde 80 Jahre alt.

1988 gründete er die Buteyko- Klinik in Moskau. Heute wird seine wertvolle Arbeit von seinen Nachfolgern fortgesetzt. Weltweit engagieren sich Fachleute mittels Studien und biochemischer Nachweise dafür, dass die Buteyko- Atemmethode die verdiente Verbreitung und Anerkennung findet.

Aufgrund von signifikanten Studien hat die Methode in Deutschland bereits Einzug in die Langfassung der Versorgungleitlinien für Asthmatiker gefunden.